Warum globales Erwachen auch eine neue Heilung des menschlichen Körpers bedeutet

Letzte Änderung
Werbung: Einige Links in diesem Artikel sind Affiliate-Links. Heißt: kaufst du darüber, kriege ich eine Provision -- du zahlst aber genau dasselbe wie ohne meinen Link.

Sonntagabend in Altona, und der Regen trommelt gegen die Fensterscheiben, während die Elbe dort draußen unter einer Decke aus tiefgrauen Wolken verschwindet. Blasius, mein schwarzer Kater, hat sich mit einer fast schon unverschämten Eleganz auf meiner zusammengerollten Matte breitgemacht, die eigentlich zwischen dem Küchenregal und dem alten Eichentisch auf ihren Einsatz wartet. Ich sitze hier, das Leinen-Heft auf den Knien, und lasse die letzte Woche im Buchladen Revue passieren.

Es war eine dieser Wochen Ende Mai, in denen man das Gefühl hat, die Luft in der Großen Elbstraße bestünde zur Hälfte aus Feuchtigkeit und zur Hälfte aus ungeduldigen Erwartungen. Wir haben die neuen Lieferungen für den Sommer bekommen – stapelweise schwere Bildbände, die man nicht einfach so in die Regale schiebt. Mein unterer Rücken hat mich am Donnerstagnachmittag wieder daran erinnert, dass er eine eigene Meinung zum Thema 'Belastung' hat. Es ist dieses vertraute, ziehende Gefühl, das mich seit 2022 begleitet und das ich mal besser, mal schlechter im Griff habe.

Hinweis: In diesen Notizen findest du einige Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links einen Kurs buchst, erhalte ich eine Provision — dein Preis bleibt dabei natürlich gleich. Ich schreibe hier nur über Kurse, die ich selbst für mein Leinen-Heft durchgearbeitet habe, wie meine Wirbelsäulentherapie, die damals im März 2024 mein Einstieg war. Meine ausführliche Offenlegung findest du unten verlinkt.

Wenn die Weltlage im Kreuz sitzt

In der Buchhandlung riecht es nach Papier, Tee und manchmal nach dem salzigen Wind, der vom Hafen herüberweht. Aber diesen Freitag lag eine andere Schwere in der Luft. Eine Stammkundin kam vorbei, eine Frau, die seit Jahren jeden Donnerstag nach einem ganz bestimmten Doppelgänger-Band sucht, den wir einfach nicht herbekommen. Sie sah müde aus, ihre Schultern waren fast bis zu den Ohrläppchen hochgezogen. Wir sprachen über die Nachrichten, über die Unruhe in der Welt, und sie sagte einen Satz, der mir nicht aus dem Kopf ging: "Manchmal habe ich das Gefühl, die ganze Weltlast sitzt mir direkt im Nacken."

Ich verstand sie sofort. Wenn man neun Jahre lang an der Theke steht und Menschen beobachtet, lernt man, Körperhaltungen zu lesen wie Klappentexte. Wir tragen nicht nur unsere eigenen Sorgen, sondern auch eine Art kollektives Echo. In meinem Leinen-Heft habe ich vor über zwei Jahren angefangen, das zu notieren. Damals stieß ich auf den Kurs Globales Erwachen von RaGarve. Es ist mit seinen etwa 17 Stunden Material der kürzeste der drei großen Kurse, aber er hat in mir eine Verbindung hergestellt, die ich vorher nicht gesehen habe: Die Heilung des eigenen Körpers ist untrennbar mit dem Verständnis dessen verbunden, was im Großen passiert.

Nahaufnahme eines handgeschriebenen Tagebucheintrags in einem Leinenheft vor einem Bücherregal.

Heilung jenseits der Matte

Ich bin keine Physiotherapeutin, keine Heilerin und ganz sicher keine spirituelle Lehrerin. Ich bin eine Buchhändlerin, die ihr Germanistik-Studium abgebrochen hat, weil mir die echte Welt zwischen den Regalen wichtiger war als die Theorie. Wenn ich also über 'globales Erwachen' schreibe, dann meine ich das nicht als abgehobene Phrase. Ich meine damit das ganz reale Gefühl, wenn man morgens auf der Matte liegt und spürt, dass der Schmerz im unteren Rücken nicht nur eine mechanische Fehlstellung ist.

In dem Kurs geht es viel um das Zeitgeschehen und darum, wie alte Strukturen aufbrechen. Das klingt erst einmal weit weg von einer verspannten Lendenwirbelsäule. Aber wenn man versteht, in was für einem Takt unsere Gesellschaft funktioniert – dieser ständige Druck, dieses 'Immer-Mehr' –, dann merkt man, dass der Körper oft nur die Notbremse zieht. Wer wie ich vier Tage die Woche neun Stunden auf den Beinen ist, weiß, dass man richtig heben muss, um den Job zu überstehen. Aber das Heben der Seele, das Loslassen von kollektiven Ängsten, das ist die eigentliche Arbeit.

Letzte Woche Mittwoch hatte ich einen dieser Momente, in denen gar nichts ging. Ich wollte morgens eigentlich zehn Minuten meine Übungen machen, aber Blasius hatte die Matte mit Katzenhaaren dekoriert und mein Rücken fühlte sich an, als hätte jemand Beton in meine Wirbel gegossen. Ich habe die Übung abgebrochen. Stattdessen habe ich mich mit einer Tasse Kaffee hingesetzt und ein Modul aus dem Kurs gehört. Manchmal ist Verstehen wichtiger als Dehnen.

Der Biorhythmus und die Große Elbstraße

Ein zentraler Punkt im Kurs ist die Rückkehr zu einem natürlichen Rhythmus. Das klingt in einer Stadt wie Hamburg fast ironisch. Hier regiert der Hafen, der Schichtdienst, die 24-Stunden-Logistik. Meine Kundin aus dem Pflegedienst erzählte mir neulich, wie schwer es ist, gesund zu werden, wenn der Körper nie weiß, wann eigentlich Nacht ist. Für sie ist der Begriff 'Heilung' oft mit Frustration verbunden. Wenn der Körper gegen die biologische Uhr arbeitet, ist er in einem permanenten Alarmzustand.

Ich habe ihr von meinen Wirbelsäulentherapie Erfahrungen erzählt, aber auch davon, dass es eben nicht nur um die Übung an sich geht. Es geht darum, sich den Raum zurückzuholen. Das 'Globale Erwachen' bedeutet für mich auch zu erkennen, dass wir in Systemen leben, die unsere körperliche Unversehrtheit oft gar nicht vorsehen. Wenn man das erkennt, hört man auf, sich selbst die Schuld zu geben, wenn der Rücken mal wieder zieht. Man ist nicht 'kaputt', man reagiert nur auf eine Umgebung, die aus dem Takt geraten ist.

Stapel von Büchern in einer gemütlichen Hamburger Buchhandlung in Altona.

Bitte denk daran: Ich schreibe hier über meine Reise. Wenn du wirklich schlimme Schmerzen hast, geh bitte zu einem Arzt oder Orthopäden. Ich habe selbst lange gebraucht, um zu verstehen, dass meine Matte den Arztbesuch nicht ersetzt, sondern ergänzt. Es ist ein Werkzeug, keine Wunderwaffe.

Ein Blick in das Leinen-Heft: Woche 118

Wenn ich heute in meine alten Einträge schaue, sehe ich den Fortschritt. Nicht, dass ich jetzt jeden Tag wie eine Gazelle durch den Laden springe – weit gefehlt. Aber die Panik ist weg. Früher dachte ich bei jedem Ziehen im Kreuz: 'Das war’s, jetzt fällst du wieder drei Tage aus.' Heute atme ich in den Schmerz hinein. Ich weiß, dass ein Teil dieser Anspannung gar nicht mir gehört.

Der Kurs Globales Erwachen hat mir geholfen, die tagespolitischen Töne und die allgemeine Unruhe anders einzuordnen. Es ist, als würde man ein Buch lesen, bei dem man plötzlich das größere Kapitel versteht, in dem man sich befindet. Man wird ruhiger. Und Ruhe ist das beste Pflaster für einen gestressten Rücken. Wer weniger Angst vor der Welt hat, hält auch seine Wirbelsäule weniger starr.

Es gab diesen einen Dienstagabend im Mai, da stand ich allein im Lager und sortierte die Rückläufer. Es war still, nur das Surren der Lüftung war zu hören. Ich spürte eine Weite in meiner Brust, die ich früher nie hatte. Es war kein spektakulärer Moment, kein 'Heilungswunder'. Es war einfach nur die Abwesenheit von Widerstand. In solchen Augenblicken merke ich, dass die Arbeit mit den Kursen von RaGarve Früher oder Später Früchte trägt, auch wenn man mal eine Woche gar nicht auf der Matte war.

Blick aus einem verregneten Fenster in Altona auf die Lichter des Hamburger Hafens bei Nacht.

Das Ende des Sonntags

Der Tee ist mittlerweile kalt, und Blasius hat sich auf meinem Fuß zusammengerollt. Draußen ist es jetzt fast dunkel, die Lichter der Kräne am gegenüberliegenden Elbufer glitzern im Regen. Heilung ist kein Ziel, das man irgendwann erreicht und dann einen Haken dahintersetzt. Es ist ein Mitfließen mit dem, was ist.

Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis aus dem Kurs: Wir sind Teil eines großen Prozesses. Wenn die Welt erwacht, wenn alte Masken fallen und wir wieder lernen, ehrlich zu uns selbst zu sein, dann atmet auch der Körper auf. Mein unterer Rücken ist mein Seismograph dafür. Er zeigt mir genau, wann ich wieder versuche, die Welt allein zu retten, anstatt einfach meinen Teil dazu beizutragen.

Morgen früh werde ich wahrscheinlich wieder zehn Minuten auf der Matte verbringen, wenn Blasius mich lässt. Und wenn nicht, dann ist das auch okay. Die Welt dreht sich weiter, und mein Rücken lernt jeden Tag ein bisschen mehr, dass er nicht alles festhalten muss. Falls du auch das Gefühl hast, dass dein Körper mehr weiß, als dir lieb ist, schau dir den Kurs mal an. Er ist eine gute Ergänzung, wenn man bereits die körperliche Basisarbeit der Wirbelsäulentherapie kennt.

Ich klappe mein Heft für heute zu. Nächste Woche kommen die neuen Romane von ein paar meiner Lieblingsautorinnen – ältere Erzählerinnen, die genau wissen, wie man das Leben in Worte fasst, ohne zu lügen. Darauf freue ich mich. Schlaf gut, Altona. Wir sehen uns an der Theke.

Bitte beachten: Diese Webseite dient ausschließlich der Information und Unterhaltung. Ich bin keine Ärztin, Finanzberaterin oder Anwältin. Holen Sie sich professionellen Rat von einem Arzt oder Orthopäden, bevor Sie Entscheidungen zu Ihrer Gesundheit treffen, besonders bei chronischen Rückenschmerzen.
Bitte beachten: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

Verwandte Artikel