Was tun gegen Frust bei chronischen Rückenschmerzen im Alltag: Mein Sonntags-Update 2026

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Draußen auf der Elbe schiebt sich gerade ein Containerschiff in Zeitlupe Richtung Nordsee, und der Regen trommelt gegen meine Fensterscheibe in Altona. Es ist Sonntagabend, die Zeit, in der ich mein Leinen-Heft aufschlage und versuche, die Knoten der Woche zu lösen. Blasius, mein schwarzer Kater, liegt zusammengerollt auf meiner Matte, die eigentlich für die Übungen bereitlag – aber heute ist er der Chef auf dem Boden.

Bevor ich mich in den Notizen verliere: Einige Links in diesen Zeilen sind Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links einen Kurs buchst, bekomme ich eine Provision — dein Preis ändert sich dadurch nicht. Ich schreibe hier nur über Dinge, die ich selbst gekauft und in meinem Alltag zwischen Bücherstapeln und Elbufer getestet habe. Meine ausführliche Offenlegung findest du unten. Wichtig: Ich habe keine medizinische Ausbildung, bin weder Ärztin noch Physiotherapeutin. Wenn dein Rücken streikt, geh bitte zuerst zum Orthopäden.

Wenn der Körper wie ein zerlesenes Taschenbuch auseinanderfällt

Letzten Freitag kam die neue Lieferung vom Hanser Verlag. Es waren diese schweren Kartons, prallgefüllt mit Hardcovern, die sich im Lager stapelten. Wer neun Stunden in einer Buchhandlung steht, weiß, was das bedeutet: Leiter rauf, Leiter runter, bücken, strecken, und immer wieder diese eine Drehung an der Kasse, die sich anfühlt, als würde jemand einen rostigen Nagel in die Lendenwirbel treiben. Ich bin jetzt 36, aber an Tagen wie diesem fühle ich mich wie ein schlecht gebundenes Exemplar, bei dem die Leimung langsam nachgibt.

Der Frust kommt oft schleichend. Er ist nicht nur der Schmerz selbst, sondern das Gefühl, dass der Körper einem den Dienst versagt, während man eigentlich nur seinen Job machen will. Ich kenne das seit 2022. Manchmal stehe ich an der Theke in der Großen Elbstraße und lächle Kunden an, während mein unterer Rücken eine ganz eigene, düstere Geschichte erzählt. Man fragt sich: Bleibt das jetzt so? Bin ich mit Mitte dreißig schon am Ende meiner körperlichen Belastbarkeit?

Ein Stapel schwerer Hardcover-Bücher in einem gemütlichen Buchhandlungslager.

Die Matte bleibt eingerollt: Wenn die Disziplin im Schlamm stecken bleibt

Ich hatte mir für diese Woche eigentlich vorgenommen, jeden Morgen zehn Minuten die Übungen aus der Wirbelsäulentherapie [Mein Einstieg] zu machen. Das ist dieser Kurs mit den acht Modulen, der mir normalerweise hilft, die Basis wiederzufinden. Aber wisst ihr was? Am Mittwoch habe ich die Matte nicht einmal angefasst. Der Wasserkocher pfiff, Blasius wollte sein Futter, und ich hatte einfach keine Lust, mich mit meinen Schwachstellen zu beschäftigen.

In solchen Momenten ist der Frust am größten. Man weiß, dass Bewegung helfen würde, aber der mentale Widerstand ist wie eine Mauer aus ungelesenen Manuskripten. Ich habe in mein Heft geschrieben: 'Mittwoch – totale Verweigerung. Rücken zieht, Kopf ist stur.' Das gehört dazu. Es bringt nichts, sich selbst zu kasteien, wenn man mal eine Woche überspringt. Chronische Schmerzen sind ein Marathon, kein Sprint, und manchmal muss man eben am Streckenrand sitzen und den Möwen zuschauen.

Oft denken wir, dass wir nur genug dehnen müssen, damit alles gut wird. Aber ich habe gelernt, dass Yoga bei chronischen Rückenschmerzen im unteren Rücken oft nicht ausreicht, weil der Frust eine ganz andere Ebene anspricht. Es ist diese psychische Enge, die entsteht, wenn man sich nur noch als 'Patient' wahrnimmt.

Frau Hansen und das Geheimnis der inneren Weite

Am Donnerstag kam wieder Frau Hansen in den Laden. Sie ist eine meiner liebsten Stammkundinnen, Mitte siebzig, und sucht seit Wochen nach einem ganz bestimmten Doppelgänger-Band. Sie pflegt ihren Mann zu Hause und hat selbst sichtlich mit ihrer Haltung zu kämpfen. Als ich ihr beim Einpacken half und wohl unbewusst die Hand auf mein Kreuz legte, sah sie mich an und sagte: 'Kindchen, wenn der Rücken eng wird, muss der Geist weit werden. Sonst zerbricht man.'

Dieser Satz begleitete mich den ganzen Abend. Ich erinnerte mich an den Audio-Kurs Phaenomen Leben [Weite], den ich vor ein paar Monaten angefangen habe. Es ist kein Kurs mit Übungen im klassischen Sinn, kein 'Bein links, Arm rechts'. Es sind eher Gedankenreisen, die man wunderbar beim Spaziergang am Elbufer oder eben beim Sortieren von Rückläufern hören kann. Es geht um die Idee, dass wir mehr Platz in uns haben, als der Schmerz uns glauben machen will.

Die Elbe in Hamburg bei Dämmerung mit den Silhouetten der Hafenkräne.

Zwischen Bücherwagen und Elbufer: Den Fokus verschieben

Gestern, am Samstag, habe ich mir die Kopfhörer aufgesetzt und bin nach Feierabend Richtung Övelgönne gelaufen. Die Module über die 'Weite' liefen im Hintergrund, während ich beobachtete, wie die Kräne im Hafen wie ferne Skelette in den Himmel ragten. Es gab keine Anweisung, wie ich gehen sollte. Aber allein das Zuhören veränderte meine Wahrnehmung meines Körpers. Der Schmerz im unteren Rücken war noch da, aber er fühlte sich nicht mehr so 'besitzergreifend' an.

Vielleicht ist das der wichtigste Hebel gegen den Frust: Den Fokus wegzulenken von der 'kaputten Stelle'. Wenn wir uns nur noch über den Bandscheibenvorfall oder die Verspannung definieren, werden wir zu einem sehr dünnen Buch mit nur einem einzigen, traurigen Kapitel. Ich habe gemerkt, dass mir meine Wirbelsäulentherapie Erfahrungen vor allem dann helfen, wenn ich sie nicht als Pflichtprogramm, sondern als Werkzeug zur Selbstfürsorge sehe.

Es gab in dieser Woche auch einen Moment im Lager, wo ich beinahe wieder in alte Muster verfallen wäre. Ein schwerer Stapel Bildbände musste ins Regal. Früher hätte ich die Luft angehalten und die Zähne zusammengebissen – das klassische Rezept für den nächsten Hexenschuss. Diesmal habe ich kurz innegehalten, tief in den Bauch geatmet und versucht, diese 'innere Weite' zu spüren, von der der Kurs spricht. Es klingt esoterisch, aber es ist eigentlich reine Biologie: Entspannung im Kiefer führt zu Entspannung im Becken. Wer richtig heben will, muss erst einmal lockerlassen.

Was wirklich hilft, wenn die Laune im Keller ist

Wenn mich heute jemand fragt, was man gegen den Frust tun kann, wenn der Rücken seit Jahren nervt, dann sind es für mich drei Dinge, die ich mir diesen Juni wieder in mein Heft notiert habe:

Natürlich ersetzt das alles keinen Besuch beim Fachmann. Ich war selbst lange genug bei der Physiotherapie in Altona, bevor ich gemerkt habe, dass ich zusätzlich etwas für meine Eigenwahrnehmung tun muss. Wer wissen will, wie sich die Ansätze unterscheiden, kann mal in meinen Vergleich Wirbelsäulentherapie oder Physiotherapie reinschauen.

Schwarze Katzenpfoten auf einer Yogamatte neben einem Bücherregal.

Ein Ausblick in die nächste Woche

Blasius hat sich gerade gestreckt und meine Matte verlassen. Er gähnt so herzhaft, dass man fast neidisch werden könnte auf seine Wirbelsäule. Morgen ist wieder Montag, die nächste Hanser-Lieferung wartet, und ich werde wieder neun Stunden auf den Beinen sein. Der Schmerz wird wahrscheinlich mitkommen, wie ein anstrengender Stammkunde, der immer zur unpassendsten Zeit auftaucht.

Aber ich nehme mir vor, ihm weniger Raum zu geben. Wenn du dich auch gerade wie ein zerlesenes Buch fühlst, das kurz vor dem Auseinanderfallen steht: Probier es mal mit der Weite. Die Wirbelsäulentherapie [Mein Einstieg] gibt dir das körperliche Fundament, aber der Kopf braucht ab und zu einen Blick über den Tellerrand (oder das Elbufer). Es geht nicht darum, perfekt zu funktionieren. Es geht darum, trotz der Einschränkungen ein gutes Leben zu führen.

Ich klappe mein Leinen-Heft jetzt zu. Die Lichter der Hafenkräne spiegeln sich in den Pfützen auf der Straße. Es ist nur ein Rücken, es ist nur eine Woche. Und morgen fange ich einfach wieder von vorne an.

Bitte beachten: Diese Webseite dient ausschließlich der Information und Unterhaltung. Ich bin keine Ärztin, keine Physiotherapeutin und keine Heilpraktikerin. Holen Sie sich immer professionellen medizinischen Rat bei einem Orthopäden oder Hausarzt, bevor Sie Entscheidungen zu Ihrer Gesundheit treffen oder neue Übungsprogramme starten.
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